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Der lahme Hans

Die schöne, junge und liebe Gräfin von Greyerz war zutiefst betrübt. Alle Frauen des kleinen Städtchens auf dem Hügel hatten bis zu zehn rotbackige Kinder, nur die Gräfin hatte keines, nicht einmal ein Mädchen.

Die Arme war umso trauriger, als die Männer damals sehr flatterhaft waren. Sie wollte unbedingt einen Sohn, um den Gatten an sich zu binden.

Im Intyamon wohnte zu jener Zeit ein armer aber immer zufriedener Mann, der lahme Hans. Niemand wusste, woher er kam. An einem Weihnachtsabend verzog sich die Gräfin in die Kapelle Johannes des Täufers, um inbrünstig um einen Sohn zu beten. Sie bemerkte den lahmen Hans in der Dunkelheit der Kapelle nicht. Dieser bot der traurigen nicht erkannten Gräfin ein Stück Brot, das sie dankend annahm.

Im folgenden Herbst wurde im Schloss ein grosses Fest gefeiert. Edle und Damen aus dem Waadtland und sogar aus Savoyen nahmen am Fest teil. An diesem Tag wurde eben in der Schlosskapelle Johann, ein rotbackiger Thronfolger des Grafen von Greyerz, getauft.

Quelle
Themenpfad :
Im Land der Greyerzer Sagen

Text :
Marie-Alexandre Bovet, aus "les légendes de la Gruyère", Editions Gruériennes, 2004

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