Um Ihnen das beste Web-Erlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies und Tracking-Technologien gemäss unserer Datenschutzerklärung.

Weitere Informationen

13. Hôtel Moderne (1906)


1630 Bulle

Das 1906 nach dem Vorbild der Palace-Hotels in Lausanne und Montreux erbaute und ein Jahr später in Konkurs gegangene Hôtel Moderne ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Architektur der Belle Epoque.

Das Grand Hôtel Moderne ist das bedeutendste Beispiel für die Architektur der Belle-Époque in Bulle. Henri Finks, Blechschmied aus der Stadt, gibt die Pläne 1902 bei den führenden Architekten Georges Chessex und Charles-François Chamorel-Garnier aus Lausanne in Auftrag, den Schöpfern der Schokoladefabrik von Broc (1897-1920) und des Lausanne-Palace (1912-1915). Der Bauherr investiert sein gesamtes Vermögen in dieses Unternehmen.

In dem am 4. Februar 1906 mit grossem Pomp eröffneten Haus gibt es eine Café-Brasserie, eine Kegelbahn, grosse Salons, 21 Gästezimmer und einen grossen Theatersaal mit Galerien. Es ist das einzige Palace, das im ganzen Kanton je erbaut wurde... und vermutlich eines der kurzlebigsten der ganzen Welt: schon Ende 1907 geht es in Konkurs. Es wird von der Banque de l’Etat aufgekauft, die ihre Buller Agentur darin eröffnet, und den Hotelbetrieb einige Jahre lang aufrecht erhält. Der Grosse Saal wird in den Jahren ab 1910 als Kino benutzt. In den 1930er Jahren wird das Äussere ein wenig vereinfacht, wie man feststellen kann, wenn man das heutige Gebäude mit alten Fotos vergleicht.

Das 1917 gegründete Musée Gruérien belegt ab 1923 einige Räume im Hôtel Moderne, bis es 1978 in das heutige Gebäude übersiedelt. Danach entgeht das Palace der Belle-Époque knapp dem Abriss. Aus den Zimmern sind heute Wohnungen geworden. Der Theatersaal existiert noch, kann aber nicht besichtigt werden. Im Erdgeschoss, wo sich früher das Museumscafé befand, wird bis heute eine Gaststätte geführt, die mehrmals den Besitzer wechselte.

© Musée Gruérien und Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg

Literatur
Aloys Lauper, «L’architecture hôtelière de la Belle Époque», in Le Tourisme, Cahiers du Musée gruérien, n°3, 2001.
Aloys Lauper, «La Belle Époque des architectes. Les transformations de Bulle entre 1890 et 1910», in La Gruyère dans le miroir de son patrimoine, T.2, Éditions Alphil, 2011.
Anne Philipona, «Château médiéval ou Hôtel Moderne? Le Musée gruérien se cherche des murs (1917-1974)», in Le Musée gruérien, Cahiers du Musée gruérien, n°7, 2009.
Carmen Buchiller, «Le Moderne, un patrimoine menacé», in Le Musée gruérien, Cahiers du Musée gruérien, n°7, 2009.

Legende der Archivphotos:
Das Moderne gegen 1910.
© Charles Morel, Musée Gruérien


1630 Bulle

Einen Fehler melden

Weitere Informationen

Das könnte Sie auch interessieren